Rechtsschutz-Versicherung vergleichen
Wer eine Rechtsschutzversicherung abschließt, will für den Ernstfall abgesichert sein. Auch wenn jeder froh ist, sie nicht in Anspruch zu nehmen, kann eine Rechtsschutzversicherung im Streitfall Gold wert sein. Manche Klagen könnten gar nicht geführt werden, wüsste man nicht die eigene Rechtsschutzversicherung im Rücken, die für die Gerichtskosten aufkommt. Das beste Beispiel ist hier eine Kündigungsschutzklage – In der ersten Instanz vor dem Arbeitsgericht muss auch der Gewinner seine Kosten selbst bezahlen. Für manchen Arbeitnehmer ist unter diesen Umständen eine Klage nicht durchführbar und so werden dann lieber die Kündigung und die nachfolgende Arbeitslosigkeit in Kauf genommen. Verbraucherschützer empfehlen heute zumindest eine Verkehrs- und eine Arbeitsrechtschutzversicherung, um die häufigsten Klagegründe abzusichern. Unbedingt sollte man vor dem Abschluss mehrere Versicherungen vergleichen.
Trotzdem ist Vorsicht geboten, wenn man sich auf einen Rechtsstreit einlässt. Denn die Rechtsschutzversicherung bezahlt nicht in jedem Fall und man sollte sowohl die Versicherungsklauseln gründlich lesen als auch den zuständigen Versicherungsmakler ausführlich befragen, bevor man sich entschließt, jemanden anzuzeigen oder zu verklagen. Geht es zum Beispiel um Scheidung, Erbschaftsstreitigkeiten oder Klagen aufgrund von Baumängeln, zahlt die Rechtsschutzversicherung nicht. Wichtig ist immer der rechtzeitige Abschluss der Versicherung. Besteht der Grund zu der Annahme, dass sich das Verfahren schon vor Versicherungsbeginn angebahnt hat, zahlt die Rechtsschutzversicherung ebenfalls nicht.
In Expertenkreisen heißt es, man solle sehr genau prüfen, welche Art von Rechtsschutzversicherung man braucht. Meist ist eine Kombination aus Verkehrs-, Privat- und Berufsrechtschutzversicherung das passende Paket. Um im Vorfeld die Qualität einer Rechtsschutzversicherung zu prüfen, sollte man bei einem Versicherungs-Vergleich auf bestimmte Klauseln im Vertrag achten. Dies ist einmal der Schadenszeitpunkt, der immer maßgeblich sein sollte. Das verhindert, dass die Versicherung die Zahlung mit der Begründung verweigert, dass die Ursache bereits vor Abschluss der Rechtschutzversicherung eingetreten wäre. Weiterhin ist die Länge der Wartezeit zu beachten. In der Regel beträgt sie drei bis sechs Monate. Die Deckungssumme sollte mindestens 250.000 € betragen. Auch wenn diese Summe selten erreicht wird, ist man damit als Versicherter auf der sicheren Seite.
Mit dem kostenlosen Rechtsschutzversicherung vergleich Rechner können Sie verschiedene Versicherungen vergleichen und finden auf Ihren Fall zugeschnittene Angebote für Ihre Absicherung im Streitfall.